Hot Cross Buns mit Pekannüssen und Maple Sirup

Kurz vor Ostern begegnen Svenja in Irland Hot Cross Buns gefühlt an jeder Ecke. Die köstlichen Brötchen aus fluffigem Hefeteig sind um die Osterzeit besonders in angelsächsischen Ländern wie England, Irland, Australien, Canada, Amerika und sogar Indien beliebt. Ihre Geschichte reicht bis ins 14. Jhd zurück. Aus dieser Zeit gibt es zumindest Aufzeichnungen, die vermuten lassen, dass die süßen Brötchen bereits bekannt waren.

Hot Cross Buns kommt eine ganz besondere Bedeutung vor Ostern zu, denn eigentlich stecken sie voller Gleichnisse. Da ist ganz offensichtlich das Kreuz auf ihrer Oberfläche, das wahrscheinlich die Kreuzigung Jesus symbolisiert. Zusätzlich werden sie traditionell mit Früchten oder Gewürzen gebacken. Letztere, so vermutet man, stehen für die Gewürze, die für die Einbalsamierung seines Körpers verwendet wurden, bevor Jesus begraben wurde.

Hot Cross Buns haben also eine sehr religiöse Bedeutung. So religiös, dass Elizabeth 1. von England den Verkauf der süßen Brötchen vollkommen verbot. Die einzige Ausnahme waren Beerdigungen, Karfreitag und Weihnachten. Wer sich außerhalb dieser Tage dabei erwischen ließ, Hot Cross Buns zu verkaufen, war gezwungen, seine Brötchen an die Armen zu verschenken. Daher wurden Hot Cross Buns zu dieser Zeit vor allem in den eigenen vier Wänden gebacken und gegessen.

Hot Cross Buns

Und wie sollte es anders sein, wenn etwas - und sei es Brötchen - eine so große Bedeutung beigemessen wird. Hot Cross Buns waren auf einmal Heil- und Abwehrmittel zugleich. Unterjährig glaubte man, dass sie Heilungskräfte mitbrachten. Und gleichzeitig meinte man, dass sie dabei halfen, Häuser von bösen Geistern zu befreien, sie vor Feuer zu beschützen oder auch Glücksbringer gegen das Sinken von Schiffen zu sein. In Irland teilte man Hot Cross Buns auch gerne an Karfreitag mit seinen Freunden in Andacht an die Freundschaft:

"Half for you and half for me, between us two, good luck shall be"

Für uns sind Hot Cross Buns eine absolute Köstlichkeit, die wir am liebsten ohne weiteres Nachdenken genießen. Wir haben uns dieses Jahr dazu entschieden sie mit Maplesirup und Pekannüssen zu essen, was einfach eine traumhafte Mischung ist. Im Grunde ist das Rzept recht einfach nachzubacken. Wir können daher nur sagen: Probier sie unbedingt aus. Sie lohnen sich sehr!

Weitere süße Rezepte zum Frühstück findest du natürlich auch bei uns! Schau vorbei!

Foodstyling

Beim Foodstyling unserer Hot Cross Buns haben wir ganz besonders auf Präzision geachtet. Das ist beim Backen generell wichtig. Kleine “Fehler” fallen hier eher auf als bei einem gekochten Gericht. Für schöne Food Fotos ist genau diese Präzision die Hauptzutat. Mit Blick auf unsere Hot Cross Buns haben wir ein paar ganz spezielle Tricks, die dir das Leben einfacher machen, solltest du versuchen, diese süßen Brötchen auch auf einem Foto einzufangen:

1) Zunächst einmal wiegen wir den Teig für die einzelnen Brötchen ab. In diesem Fall hatte jedes Teigstück unseer Hot Cross Buns ca. 60g. Wiegst du Teig vorher ab - ob für diese Hot Cross Buns, Brötchen oder andere Gebäckstücke, kannst du sicherstellen, dass die Brötchen alle ungefähr gleich groß sind. Das sieht auf einem Bild harmonischer aus. Kontraste und Spannung kannst du dann durch andere Hilfsmittel und Tricks aufbauen.

2) Die Kreuze auf unseren Hot Cross Buns stechen ganz besonders hervor und sind eigentlich das optische Highlight auf den Brötchen. Daher ist es hier genauso oder viel mehr besonders wichtig, auf Präzision zu achten. Dabei hilft es, bei der Mehl-Wasser Mischung darauf zu achten, dass sie nicht zu flüssig ist. Ist das der Fall zerfließt sie dir unschön und verdirbt dir das Backergebnist. Du kannst ein wenig ausprobieren, bis du die richtige Konsistenz hast, mit der du gut arbeiten kannst.

3) Nach dem Backen werden die Brötchen nochmal separat mit Maple Sirup bestrichen. Genau dieser Anstrich verleiht den Brötchen ihren besonderen Glanz.

Rezept für Hot Cross Buns

Zutaten für 12 Hot Cross Buns

  • 1 Päckchen Backhefe (7 g)

  • 90 ml Ahornsirup

  • 75 g Butter

  • 1 Ei

  • 1 TL Zimt

  • 100 g Pekannüsse

  • 450 g Weizenmehl (Tyo 405)

  • 1 Prise Salz

Außerdem

Maple Sirup zum Bestreichen nach dem Backen

Zubereitung

Backhefe mit Maple Sirup und 190ml lauwarmen Wasser in einer Schüssel vermischen. Abdecken und 10 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit, Butter schmelzen und abkühlen lassen. Mit dem Ei in einer kleinen Schüssel verquirlen.

Pekannüsse fein hacken. Zimt, gehackte Pekannüsse, 375 g Mehl in eine Rührschüssel geben. Hefemischung, Butter-Ei-Mischung sowie 1 Prise Salz zum Mehl geben. Mit dem Knetaufsatz der Küchenmaschine 8 Minuten kneten. Anschließend den Teig in eine gefettete Schüssel geben, mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.

Den Ofen auf 160 Grad (Umluft) vorheizen. Ein kleines Backblech oder eine Auflaufform fetten und mit Backpapier auslegen.

Den Teig nach der Gehzeit in 12 gleich große Stücke teilen, dazu ggf. eine Küchenwaage zur Hilfe nehmen. Jedes Teigstück zu einem kleinen Brötchen formen und auf das vorbereitete Backblech bzw. in die vorbereitete Auflaufform geben. Zwischen den einzelnen Brötchen ca. einen Fingerbreit Platz lassen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und weitere 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Die verbliebenen 75 g Mehl mit 80-100 ml Wasser glatt rühren. Dabei auf die Konsistenz achten, die Mehl-Wasser Mischung sollte nicht zu flüssig werden. In einen Spritzbeutel füllen und vorsichtig ein Kreuz auf jedes Brötchen spritzen.

Die Brötchen für ca. 30 Minuten backen. Anschließend aus dem Ofen nehmen und mit extra Maple Sirup bestreichen. So erhalten die Brötchen ihren schönen Glanz.

Lust auf noch mehr Rezepte und Foodstyling Tipps?

Melde dich jetzt zu unserem Newsletter an!