Zimtschnecken mit karamellisierter Apfelfüllung

Bei Zimtschnecken stimmt einfach alles! Alleine der Geruch, wenn sie im Ofen langsam vor sich hin backen, ist unwiderstehlich. Ihre niedlich gekringelte Form ist eine Augenweide. Und dann ist da natürlich der Geschmack. Die Mischung aus Zucker, Zimt und Apfelstückchen ist einfach umwerfend. Kein Wunder also, dass sich das Hefegebäck als absoluter Klassiker hält und jedes Jahr besonders zu Herbst- und Wintersaison zu Hochtouren aufläuft. Wir konnten den Hefeschnecken in den letzten Tagen auch nicht widerstehen und haben euch das Rezept jetzt mitgebracht.

Das Schöne ist, dass sich Zimtschnecken eigentlich den ganzen Tag über wunderbar essen lassen. Manchmal haben wir morgens schon richtig Lust auf etwas Süßes. In solchen Situationen sind sie einfach perfekt. Besonders, wenn sie frisch aus dem Ofen kommen. Da das auf Grund der Backzeit nicht immer möglich ist, lassen sie sich auch wunderbar kurz in der Mikrowelle oder im Ofen aufwärmen. Alternativ passen sie natürlich super gut am Nachmittag zu einer Tasse Kaffee oder Tee. Damit sind sie eigentlich das perfekte Verwöhnprogramm, wenn du auf halbem Weg zum Feierabend vielleicht noch einmal etwas für die Seele und eine kleine Pause brauchst.

Zimtschnecken

Ach ja, wir haben es an dieser Stelle schon einige Male hervorgehoben, werden aber nicht müde, es zu betonen: Lass dich nicht vom Hefeteig abschrecken. Die Vorbereitung von Hefeteig ist wirklich einfacher als gedacht. Wenn du dich genau an die Mengenverhältnisse und auch die Zutaten hältst, kann eigentlich nichts passieren. Hefe braucht Zucker und Salz, daher solltest du diese Zutaten auf keinen Fall weglassen. Wenn du den Teig zu kneten beginnst, spürst du innerhalb der ersten Sekunden, ob er gelungen ist. Er wird samtig und elastisch und fühlt sich zwischen den Fingern einfach toll an. Für uns ist das Arbeiten mit Hefeteig immer wie ein wenig Meditation. Während du knetest sind dort nur der Teig und du. Konzentrier dich einfach auf das Gefühl zwischen den Fingern und wie sich die Konsistenz des Teigs langsam verändert. Dabei solltest du - auch wenn es am Anfang etwas anstrengend ist - 5 Minuten durchhalten, denn die Zeit braucht der Teig.

In Summe ist auch das der Grund, warum wir in unseren Rezepten zwar die Küchenmaschine zur Teigverarbeitung angeben. Aber mal ganz ehrlich. Hefeteig wie dieser hier für deine Zimtschnecken lässt sich ruckizucki mit den Händen verarbeiten. Da ist eine Küchenmaschine eigentlich überflüssig und kostet dich durch die Zeit, die du fürs Reinigen brauchst, eigentlich mehr Zeit. Versuch es einfach! Wir sind gespannt auf deine Gedanken.

Zimtschnecken mit Frischkäse Frosting

Zimtschnecken mit Apfel

Foodstyling

Unsere Hefeschnecken sprechen ihre eigene Sprache und vor allem für sich. Ihre Form und das beliebte Schneckenmuster sind einfach eine Augenweide, die man ohne viel Zutun genauso präsentieren kann. Das schöne ist außerdem, dass Zimtschnecken dadurch besonders “Fehlertolerant” sind. Normalerweise werden wir nicht müde zu betonen, dass es wichtig ist, sehr bewusst zu stylen und auch auf die Details zu achten. Bei unseren Zimtschnecken musste das Styling ausnahmsweise einmal etwas schneller gehen. Für solche Momente sind sie sehr dankbare Fotoobjekte. Wir haben sie noch nicht einmal besonders symmetrisch geschnitten. Ihre Höhe unterscheidet sich und auch ihre Größe. Im Ergebnis ist die Wirkung besonders schön, da sie sehr natürlich aussehen und damit den Stil “perfect-imperfect” bedienen.

Hinzu kommt, dass in der Form schon so viel passiert und Unruhe entsteht, dass wir uns mit dem Styling drumherum zurückgehalten haben. Lediglich mit dem Frosting haben wir ein kleines verspieltes Highlight gesetzt, das den Blick auch zusätzlich auf die Auflaufform lenkt. In Summe ist unser Bild der Zimtschnecken ein schönes Beispiel dafür, dass weniger manchmal mehr ist. Hierfür braucht es im ersten Moment vielleicht sogar Mut, denn der erste Reflex beim Styling ist sicherlich, das Bild noch hier und da mit “Deko”-schnörkeln zu verzieren. Probier doch einfach einmal aus, was passiert, wenn du möglichst viele Props weglässt :-).

Zimtschnecke

Rezept für Zimtschnecken mit Apfel

Zutaten für Zimtschnecken

Für die Hefemischung

  • 120ml lauwarmes Wasser

  • 50g Zucker

  • 7g Trockenhefe

Für den Teig

  • 50g geschmolzene Butter

  • 110 ml lauwarme Milch

  • 1 Prise Salz

  • 500g Mehl Type 405

Für die Füllung

  • 4 Äpfel

  • 4 EL Butter

  • 5 EL Zucker

  • 1 TL Zimt

  • Walnüsse optional und nach Belieben.

  1. Für die Hefemischung alle Zutaten in einer Schüssel miteinander so vermengen, dass sich der Zucker auflöst und 5 Minuten ruhen lassen.

  2. Die Hälfte des Mehls in die Schüssel geben und grob mit der Hefemischung vermengen. Salz, geschmolzene Butter und Milch hinzugeben, umrühren. Nun das restliches Mehl hinzugeben, alles vermengen und dann mit den Händen 5 Minuten gründlich zu einem glatten und elastischen Teig kneten. Schüssel mit einem Küchenhandtuch abdecken und in den geschlossenen und ausgeschalteten Ofen stellen. 60 Minuten gehen lassen.

  3. Äpfel waschen, vierteln, vom Kerngehäuse befreien und in 1 cm große Stücke schneiden. 2 EL Butter in eine Pfanne geben. Apfelstücke und 2 EL Zucker hineingeben und alles 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten, so dass die Apfelstücke weiche werden und sich der Zucker auflöst.

  4. Arbeitsplatte mit Mehl bestäuben und den Teig zu einem Rechteck ausrollen. Mit restlicher Butter bestreichen. Zucker und Zimt vermengen und gleichmäßig über den Teig streuen. Nun die Äpfel und optional ein paar Walnüsse auf dem Teig verteilen und alles von der langen Seite kommend eng aufrollen. Die Rolle in 5 cm breite Stücke schneiden. Die Zimtrollen nebeneinander mit der Schnittkante nach oben in eine Auflaufform stellen. Wenn der Teig komplett in Zimtschnecken verarbeitet ist, die Auflaufform mit einem Geschirrhandtuch abdecken und 45 - 60 Minuten gehen lassen.

  5. Backofen auf 180° Umluft vorheizen und die Auflaufform auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Die Zimtschnecken 20 - 30 Minuten backen. Anschließend zum servieren z.B. mit einem Cream Cheese Frosting oder Sahne servieren oder einfach pur essen.

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