Fluffige Kürbisbrötchen

Wenn einer den Herbst symbolisiert, dann ist es der Kürbis. Ob Hokkaido, Spaghettikürbis, Butternutkürbis oder Muskatkürbis. Mit ihren unterschiedlichen Formen und leuchtenden Farben erinnern sie uns manchmal fast an die bunten Blätter, die von den Bäumen fallen. Zusammen mit ihnen bringen sie den Herbst zum Leuchten und zaubern uns ein Lächeln ins Gesicht. Vielleicht ist das der Grund, weshalb wir regelmäßig stehen bleiben, wenn wir im Supermarkt an einem großen Stapel Kürbisse vorbeikommen. Und staunen, wenn wir übers Land fahren und die Bauern ihre orangenen Schätze vor ihren Höfen in großen, bunten Mengen anbieten.

Daher war es einfach an der Zeit, den Kürbis mit wunderschönen und unglaublich fluffigen Kürbisbrötchen zu würdigen. Die Basis ist ein Hefeteig, der mit Kürbispüree angereichert wird. Und wenn du jetzt kurz davor bist, wegzuklicken, weil du das Wort “Hefeteig” gelesen hast, dann können wir dir versichern: Hefeteig ist einfacher in der Vorbereitung als du denkst. Die Zutaten sind ruckzuck miteinander vermengt und verknetet. Alles, was dann noch notwendig ist - das “Gehen” -, nimmt dir der Teig ab. Das Kneten des Teigs empfinden wir manchmal sogar fast als meditativ. Denn du kannst spüren, wenn der Teig die richtige Konsistenz für den Geh-Prozess hat. Sich darauf zu konzentrieren, wie sich der Teig zwischen den Händen verändert, kann gerade in stressigen Phasen entspannend sein.

Kürbisbrötchen bereit für den Ofen

Foodstyling

Manchmal darf es auch verspielt sein. Wenn uns der Herbst schon in seinem bunten Kostüm anlacht, dann schenken auch wir ihm ein Lächeln mit einem etwas verspielterem Styling als sonst. Die Kürbisbrötchen eignen sich wunderbar dazu, sie selbst in kleine Kürbisse zu verwandeln. Hierfür haben wir Küchenfäden verwendet. Das Schöne ist, dass diese Art des Stylings recht großzügig ist. Die einzelnen Fächer der Brötchen müssen nicht zu 100 Prozent symmetrisch oder die Brötchen untereinander identisch sein.

Um außerdem die frische Bäckeroptik zu unterstreichen, haben wir darauf geachtet, dass an der Brötchenoberfläche noch ein wenig Mehl zu sehen ist. Dieser Effekt wirkt in der Regel sehr authentisch und versetzt den Betrachter noch stärker in die Backstube. Zusätzlich eignen sich die Brötchen für ein wunderbares Storytelling. Du kannst die einzelnen Schritte der Zubereitung festhalten und sie z.B. durch menschliche Elemente zum Leben erwecken. Ganz am Ende gehörte es für uns auch dazu, zumindest eines der Brötchen aufzubrechen und das Innere zu zeigen. So ist die orangene Farbe deutlich zu erkennen und man bekommt einen schönen Eindruck von der fluffigen Konsistenz des Teiges. Mit ein wenig Butter angerichtet, gibst du zusätzlich direkt eine Servierempfehlung ab. Denn so schmecken die Kürbisbrötchen am besten: Direkt und noch warm aus dem Ofen, mit ein wenig Butter bestrichen und mit Meersalz bestreut.

Rezept für Kürbisbrötchen

Zutaten für 8 Kürbisbrötchen

  • 160ml lauwarmes Wasser

  • 2 TL Trockenhefe

  • 1 EL Honig

  • 220 g Kürbispüree vom Hokkaido (entspricht etwa einem halben kleinen Hokkaido ohne Kerne)

  • 450g Weizenmehl

  • 1 TL Salz

Außerdem: Küchenfaden

Wasser mit Trockenhefe und Honig in einer Schüssel verrühren. 5 Minuten ruhen lassen. Kürbispüree zu der Hefemischung geben und unterrühren. 450g Weizenmehl und 1 TL Salz hinzugeben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine fünf Minuten lang zu einem glatten Teig kneten. Am Ende ggf. mit den Händen nachhelfen, so dass der Teig schön elastisch wird.

Teig in eine leicht geölte Schüssel geben, mit einem Küchentuch abdecken und bei Zimmertemperatur (z.B. im geschlossenen und ausgeschalteten Ofen) 60-90 Minuten gehen lassen (bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat). Anschließend den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen und in 8 gleiche Teile teilen. Die Teigstücke jeweils zu einer glatten Kugel rollen und mit Hilfe eines Küchenbindfadens in 'Kürbisform' bringen. Dafür den Faden um die Teigkugel wickeln als sei sie ein Geschenk. D.h. beim ersten Mal den Faden auf der Unterseite überkreuzen, den Winkel um 90 Grad drehen und den Faden wieder nach oben bringen. Nun oben überkreuzen und den Faden um 45 Grad drehen und den Faden wieder nach unten bringen etc. In dieser Technik den Faden so lange um die Kugel wickeln, bis 8 Abschnitte entstanden sind. Den Faden am Ende zusammenknoten und oberhalb des Knotens abschneiden.

Wenn alle Brötchen geformt sind, mit einem sauberen Küchentuch abdecken und nochmal 30 Minuten gehen lassen. Anschließend im vorgeheizten Backofen (180 Grad) circa 15-20 Minuten backen.

Die Brötchen schmecken warm am besten. Dann reich einfach nur etwas Butter und Meersalz.  

Tipp: Wenn es schnell gehen muss, kann man fertiges Kürbispüree aus der Dose bzw. dem Glas verwenden, alternativ lässt es sich auch einfach selber machen. Hierfür Kürbisspalten trocken etwa 45 Minuten im Ofen rösten und das Fleisch mit einer Gabel gründlich zerdrücken oder pürieren.

Hinweis: Es fordert etwas Fingerspitzengefühl, den Bindfaden nach dem Backen wieder zu entfernen. Alternativ lässt man den Faden einfach um die Brötchen und integriert ihn in die Präsentation, indem man z.B. statt eines Knotens eine Schleife macht. Der Faden kann dann direkt vorm Essen von der jeweiligen Person selbst entfernt werden.

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