Fernwehküche (2): Südkorea - Bibimbap

Südkorea nimmt bei uns im Herzen einen ganz besonderen Platz ein. Während des Studiums durften wir ein Auslandssemester in Seoul verbringen und sind während dieser Zeit dem dortigen Essen hoffnungslos verfallen. Ohne Übertreibung gehört die südkoreanische Küche seitdem zu unseren absoluten Favoriten. Wir könnten tatsächlich jeden Tag koreanisch essen, denn kaum eine andere Küche ist so abwechslungsreich, aromatisch und gesund wie die koreanische. Für uns das pure Wohlfühl-Essen.

Für euch haben wir heute einen koreanischen Klassiker im Gepäck, der auch im Westen sehr bekannt ist: Bibimbap, was so viel ist wie eine Schale mit Reis, auf den unterschiedliche Toppings gelegt werden. Zu guter letzt wird in die Mitte noch ein Spiegelei gesetzt. In Südkorea gibt es zwei unterschiedliche Arten Bibimbap, einmal die klassische Variante, die in einer Metallschüssel serviert wird und dann das sogenannte Dolsot Bibimbap. Letzteres wird in einem Steintopf über dem Feuer zubereitet, der Reis bekommt dadurch am Boden eine leckere Kruste. Wir haben für euch heute unsere vegetarische Version des klassischen Bibimbaps vorbereitet.

Das Rezept und die dazugehörigen Foodstyling Tipps findet ihr, wie immer, weiter unten. Weitere Fernwehrezepte findest du hier. Viel Spaß!

Du hast unser Rezept und/oder einen unserer Styling und Foto-Tipps ausprobiert? Hinterlass uns hier doch einen Kommentar oder tagg uns auf Instagram @klara_and_ida oder benutze einfach unseren Hashtag #klara_and_ida.

Das Bibimbap ist angerichtet und wird zusammen mit einem kleinen Schälchen Brühe, gelbem Rettich, Kimchi und Gochujang, einer roten Gewürzpaste, serviert.

Das Bibimbap ist angerichtet und wird zusammen mit einem kleinen Schälchen Brühe, gelbem Rettich, Kimchi und Gochujang, einer roten Gewürzpaste, serviert.

Foodstyling

Beim Foodstyling von Bibimbap schlägt das Herz eines jeden Foodstylisten höher. Das Gericht besteht aus vielen unterschiedlichen Komponenten, die sich alle zu einem wunderschönen Gesamtkunstwerk arrangieren lassen.

Wir haben uns beim Styling unseres Bibimbaps eng an dem orientiert, was wir in Korea kennengelernt haben. Jedes einzelne Topping wird dort akkurat und trennscharf auf dem Reis angerichtet. Optisch ist dann das verbindende Element zwischen den Zutaten am Ende das Spiegelei in der Mitte.

Um möglichst viel Lebendigkeit und Spannung zu erzielen, haben wir darauf geachtet, die einzelnen Komponenten in unterschiedliche Formen zu schneiden: die Zucchini haben wir in kleine Stifte, die Karotten wiederum in Spiralform geschnitten. Neben der Form haben wir auch besonderes Augenmerk auf die Farbzusammenstellung gelegt. Die Farbkleckse haben wir immer abwechselnd mit den eher farbneutralen Komponenten (wie z.B. Pilze, Sprossen) gelegt. So entsteht eine schöne Balance, das Auge wird nicht überfordert.

Der Eyecatcher beim Bibimbap ist natürlich das Spiegelei. Bei seiner Zubereitung lassen wir daher immer besondere Sorgfalt walten. Tipps für die Zubereitung des perfekten Spiegeleis findet ihr hier.

Der Reis ist schon in der Schale, die Bildkomposition steht, fehlen nur noch…

Der Reis ist schon in der Schale, die Bildkomposition steht, fehlen nur noch…

…die unterschiedlichen Toppings und natürlich das Spiegelei.

…die unterschiedlichen Toppings und natürlich das Spiegelei.

Wichtig beim Bibimbap: vor dem Essen alle Zutaten ordentlich miteinander vermengen, damit man Ende nicht nur trockenen Reis übrig hat.

Wichtig beim Bibimbap: vor dem Essen alle Zutaten ordentlich miteinander vermengen, damit man Ende nicht nur trockenen Reis übrig hat.

Rezept

Exakte Mengenangaben für das Bibimbap sind schwierig. Das schöne ist, dass Bibimbap tatsächlich mit fast allem funktioniert und daher verwenden wir häufig, was wir noch im Kühlschrank haben. Es ist also ein perfektes Resteessen, ohne nach Resteessen zu schmecken. Als Reis verwenden wir klassischerweise Sushi Reis.

Zutaten für 2 Bibimbap Bowls

120g Reis (Sushi)

2 Möhren

1 große Zucchini

100 g gemischte asiatische Pilze

100g Sojasprossen

2 Frühlingszwiebeln

50 g asiatischer Microgreens

2 Eier

5 TL Sesamöl

4 TL Sojasauce

1 EL weißer Sesam

Zusätzlich

Kimchi (Asia Markt)

gelben Rettich (Asia Markt)

Gochujang, eine rote Gewürzpaste (Asiamarkt)

      

 

Zubereitung

Den Reis im Reiskocher oder nach Packungsanweisung zubereiten.

Die Möhren schälen, mit dem Spiralscheider zu “Möhrennudeln” verarbeiten. 1 TL Sesamöl in einer Pfanne erhitzen. Die “Möhrennudeln” ca. 3 Minuten andünsten. Mit Sojasauce ablöschen. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Die Zucchini waschen, längs halbieren. Dann in drei Teile schneiden und jedes Teil in circa 1 cm breite Stifte. 1 TL Sesamöl in der Pfanne erhitzen. Die Zucchini Stifte ca. 3 Minuten andünsten. Ebenfalls mit Sojasauce ablöschen. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Die Asiatischen Pilze waschen und analog zu den Möhren und Zucchini in der Pfanne zubereiten. Mit den Sojasprossen genauso verfahren.

Frühlingszwiebeln vorbereiten, dazu die Enden sowie die äußerste Schicht entfernen. Längs halbieren und dann in feine Streifen schneiden.

Die Microgreens waschen und beiseite stellen.

Alle Zutaten in einer eigenen Schale bereitstellen.

Zum Anrichten, 2-3 EL Reis in eine Schale geben. Möhren, Zucchini, Pilze, Sojasprossen, Frühlingszwiebeln, Microgreens und Kimchi dekorativ auf dem Reis arrangieren.

Den letzten TL Sesamöl erhitzen. Ein Ei in einer kleinen Schale aufschlagen, langsam in die Pfanne gleiten lassen. Nach Geschmack das Ei von einer oder von beiden Seiten braten. Das Gemüse mit dem Ei bedecken. Nach Belieben mit weißen Sesamkörnern dekorieren.

Mit Kimichi, gelbem Rettich sowie Gochujang servieren.

Anmerkung: Kimchi, gelber Rettich und Gochujang sind mittlerweile in allen gut sortieren Asia Märkten erhältlich. Kimchi lässt sich auch selber machen, jedoch kaufen wir ihn gerne beim koreanischen Supermarkts unseres Vertrauens. Dort gibt es meist zweierlei Kimchi: einmal den ‘Industrie’ Kimchi und dann den Kimchi, der meist frisch vor Ort hergestellt wird. Letzteren probieren wir zu verwenden, wenn wir mal wieder das Kimchi Verlangen haben.

Tipp: Vorm Essen wird das kunstvoll arrangierte Bibimbap, inklusive Ei, ordentlich durchmischt, damit man am Ende nicht nur trockenen Reis auf dem Löffel hat.

Bibimbap, für uns eine Schüssel pures Glück.

Bibimbap, für uns eine Schüssel pures Glück.