Backdrops für die Food Fotografie - das solltest du beachten

Backdrops sind in der Food Fotografie unglaublich wichtig. Zwar liegen sie oftmals nur dezent als Untergrund aus oder werden als Hintergrund aufgestellt bzw. aufgehängt, doch durch ihre Farbe und Struktur sind sie in der Lage ein und dem selben Set-Up eine völlig andere Wirkung zu geben. Ein paar Optionen für deine Backdrops haben wir dir im Post zu unseren liebsten Untergründen zusammengefasst. Heute schauen wir uns an, welche Dinge du beim Einsatz von Backdrops und Fotountergründen für deine Food Fotos beachten kannst.

1) Unterschiedliche Untergründe erzielen eine andere Wirkung

Schau dir dazu einmal die beiden Bilder unseres Ananas Desserts mit Minz-Zucker an. Das Setting ist nahezu identisch. Siehst du wie unterschiedlich die Wirkung der beiden Bilder dennoch ist? Das Bild mit Holzuntergrund wirkt trotz des kräftigen Gelbtons unseres firschen Ananas Nachtisches zurückgenommen und gemütlich. Der helle Steinuntergrund verleiht dem Bild im Unterschied dazu einen sehr frischen, sommerlichen Look.

Unser Fazit: Es lohnt sich mit dem Einsatz unterschiedlicher Untergründe zu experimentieren, um unterschiedliche Wirkungen zu erzielen.

Ein dunkler Untergrund vermittelt Gemütlichkeit und Wärme.

Ein dunkler Untergrund vermittelt Gemütlichkeit und Wärme.

Ein heller Steinuntergrund für Frische und Sommer

Ein heller Steinuntergrund für Frische und Sommer

2) Backdrops finden

Du hast unterschiedlichste Möglichkeiten, Untergründe für die Food Fotografie zu finden. Es gibt nationale wie auch internationale Anbieter, die Backdrops in unterschiedlichsten Farben aber auch Materialien bereitstellen. Manchmal sind sie aus Holz, manchmal aus Vinyl und manchmal aus einem sehr festen Papier. Die Preise variieren entsprechend und reichen von um die 20 EUR bis zu 150 EUR. Aber natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten. Wenn du dein kreatives Auge offen hälst, wirst du leicht alte Paletten, Holzbretter und ähnliches finden, für die du nicht einen Cent zahlen musst, die sich aber wunderbar für deine Fotos eignen.

Unser Fazit: Es lohnt sich, unterschiedliche Materialien und Anbieter auszuprobieren und gleichzeitig immer die Augen offen zu halten, denn es gibt mehr Freebee Untergründe als du denkst.

3) Vinyl vs. Papier

Wir arbeiten sehr gerne mit Vinyl Untergründen aber genauso gerne auch mit Papier. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, die man einfach nur kennen sollte. Vinyl ist sehr robust, lässt sich leicht abwischen, wenn es einmal dreckig wird und hält dadurch in Summe recht lange. Gleichzeitig ist es im Vergleich zu Papier teurer. Auch haben wir festgestellt, dass es - abhängig von der Ursprungsfarbe und der Farbtemperatur - auf den Fotos zu einem ungewollten Farbstich kommen kann, den man dann im Rahmen der Post Production beheben kann.

Im Gegensatz dazu ist Papier grundsätzlich natürlich weniger robust. Doch das Material ist so fest, dass auch Papier schon einmal wiederstandsfähiger ist als man glaubt. Zudem lassen sich Papieruntergründe versiegeln, was sie langlebiger werden lässt. Oftmals sind sie günstger als die Vinylalternative. Das Schöne ist: Wir konnten bisher nicht feststellen, dass ihre Farbe vom Licht manipuliert wird.

Unser Fazit: Vinyl als auch Papier sind tolle Materialien für deine Untergründe. Du solltest dich nur auf die unterschiedlichen Materialien einlassen. Preislich ergibt sich so zudem ein spannendes Spektrum an Möglichkeiten.

Weißes Backpapier ist ein preiswerter und wunderschöner Backdrops

Weißes Backpapier ist ein preiswerter und wunderschöner Backdrops

4) Untergründe Selbstgemacht

Untergründe lassen sich natürlich auch selber herstellen. Hierzu werden gerne Holzbretter verwendet. Der große Vorteil ist natürlich, dass man sich Farbe und Optik so gestalten kann, wie man sie sich vorstellt und braucht. Wir haben festgestellt, dass die Gestaltung des richtigen Untergrundes durchaus eine Herausforderung ist. Die Kunst besteht darin, die Farbe und Struktur so interessant zu gestalten, dass sich das Auge angezogen fühlt, gleichzeitig aber nicht vom Hero - dem Essen - abgelenkt wird. Das passiert schnell durch zu aufdringliche Muster und eine zu unruhige Farbgebung.

Unser Fazit: Selber Untergründe herzustellen macht viel Spaß und ist noch einmal eine andere Form der Kreativität. Damit sie auf Foodfotos erfolgreich eingesetzt werden können, ist es wichtig, dass deine Untergründe ein einmaliges Muster haben, aber gleichzeitig nicht zu aufdringlich sind.

5) Untergrund? - Nicht nötig

Vielleicht überrascht dich das: Aber tatsächlich ist es gar nicht immer notwendig, einen (gekauften und evtl. teuren) Untergrund einzusetzen. Wir arbeiten z.B. sehr gerne mit weißem Backpapier, das ein denkbar einfacher aber genauso schöner Untergrund ist. Und wenn du deinen Hero in die Hand nimmst, bist du selber Unter- und Hintergrund zu gleich, ohne dass du etwas anderes benötigst als dich selbst. Ist das nicht praktisch?

Unser Fazit: Gekaufte Untergründe sind extrem praktisch und bieten sehr viel Vielfalt. Doch mit zusätzlicher Kreativität lassen sich ganz einfache, wunderschöne und auch kostengünstige Optionen als Alternative für gekaufte Backdrops finden.

Du hast Lust auf noch mehr Infos zum Thema Untergründe? Dann schau dir doch einmal unsere “7 liebsten Untergründe für die Foo Fotografie” an.